Der SmaragdDer, zur Beryllgruppe gehörige Schmuckstein, Smaragd, der eine Härte von 7,5 bis 8 besitzt, ist bekannt für seine hell- bis dunkelgrüne Farbe. Diese entsteht größtenteils durch die Beimengung von Chrom- Ionen, seltener durch die von Vanadium- Ionen. Es gibt zwei verschiedene Varietäten dieses wertvollen Schmuckminerals. Einerseits der so genannte "Trapiche- Smaragd", der sich an seiner Form eines Wagenrades mit Speichen erkennen lässt und ausschließlich in Kolumbien vorkommt, andererseits der "Smaragd- Katzenauge", der bekannt ist für seinen Katzenaugeneffekt, einer flächigen schimmernden Lichteinwirkung. Die Edelsteine, die schon seit dem 13. Jahrhundert aus Bergwerken gewonnen wurden, finden sich besonders in den Pegmatit- Adern von Graniten wieder. Die meisten Smaragde sind jedoch, in ihrem Wert, durch Risse, Einschlüsse und Beimengungen anderer Mineralien beeinträchtigt. Mit ihrer durchsichtigen bis teilweise durchscheinenden Opazität,
sind sie nur selten größer als wenige Zentimeter. Der größte
bekannte Smaragd befindet sich, mit einer Schwere von 16.300 Karat, im Topkapi-
Serail Museum, in Istanbul. Über tausend Jahre lang versorgte Ägypten
die Europäer mit dem wertvollen Mineral, welches ebenso im Orient,
als Schmuckstück, äußerst begehrt war. Ab dem 16. Jahrhundert
fand der Handel dann hauptsächlich in Südamerika statt. Die heutigen wichtigsten Vorkommen des edlen Minerals sind, neben den Lagerstätten Muzos, in Kolumbien, Brasilien und das Uralgebirge. Mit dem kräftigsten Grün versehenen Schmuck- und Edelsteine stammen aus Brasilien und sind, aufgrund ihrer intensiven Farbe, sehr kostspielig. Europas wenige Vorkommen befinden sich im österreichischen Halbachtal und in Norwegen. |